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Schritt 03 · Notgroschen & Bargeld

Wo aufbewahren
Getrennt, erreichbar, sicher.

Du hast deine Zielzahl. Jetzt braucht der Notgroschen einen Platz — getrennt vom Alltag, aber erreichbar wenn es drauf ankommt. Dieser Schritt zeigt dir, was funktioniert und was nicht.

📄Schritt 3 von 5
15–30 Minuten
Konto einrichten
💶Tagesgeld
Was du danach hast
Ein Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank — getrennt vom Alltag, erreichbar in 1–2 Werktagen.
Wichtigster Effekt
Eingebauter Schutz vor impulsiven Zugriffen — ohne Willenskraft.

Der Ort des Notgroschens ist genauso wichtig wie seine Höhe.

Ein Notgroschen, der auf dem Girokonto liegt, ist kein echter Notgroschen — er ist zu nah am Alltag, zu leicht ausgegeben. Der Schlüssel ist eine kleine Hürde: nicht unerreichbar, aber nicht sofort verfügbar.

Drei Bedingungen sollte ein guter Aufbewahrungsort erfüllen: getrennt, erreichbar, nicht zu bequem.

Das Prinzip: drei Bedingungen

🔒
Getrennt
Nicht auf dem Girokonto — damit du ihn nicht unbewusst ausgibst
Erreichbar
In 1–2 Werktagen verfügbar — damit er im Notfall funktioniert
🚧
Nicht zu bequem
Ein kleiner Aufwand schützt dich vor impulsiven Zugriffen

Die beste Option: Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank

Nicht bei deiner Hausbank — bei einer anderen. Der kleine Reibungswiderstand (kurz anmelden, überweisen, 1–2 Tage warten) schützt dich davor, impulsiv draufzugreifen.

✓ Was ein Tagesgeldkonto bietet
Kostenlos bei den meisten Direktbanken · täglich verfügbar (Überweisung 1–2 Werktage) · aktuell 2–3 % Zinsen (variabel) · einlagensicherungsgeschützt bis 100.000 €

Du brauchst kein Festgeld, keine Anleihe, kein Depot — nur ein schlichtes Tagesgeldkonto bei einer Direktbank.


Was nicht funktioniert — und warum

✗ Girokonto
Zu nah am Alltag, zu leicht ausgegeben — kein System schützt dich hier
✗ Sparbuch
Veraltet, schlechte Konditionen, oft Abhebungslimit pro Monat
✗ Aktien oder ETFs
Im Notfall könntest du zum falschen Zeitpunkt verkaufen — genau wenn der Markt unten ist
⚠ Nur Bargeld zuhause
Kein Zins, kein Schutz bei Diebstahl — sinnvoll als Ergänzung (Schritt 4), aber nicht als alleinige Lösung

Konkreter Ablauf: Konto einrichten

  1. Direktbank wählen — vergleiche aktuelle Zinsen, z.B. ING, DKB oder Trade Republic. Der Unterschied zwischen Anbietern ist gering, wichtiger ist, dass du es jetzt tust.
  2. Konto eröffnen — dauert ca. 15–30 Minuten online, läuft über Video-Ident oder PostIdent.
  3. Konto benennen — viele Banken erlauben eigene Bezeichnungen. Nenn es „Notgroschen“. Das klingt banal, ändert aber wie du es wahrnimmst.
  4. Dauerauftrag einrichten — monatlich fester Betrag vom Girokonto dorthin. Wie viel, entscheidest du in Schritt 5.

Tipps & Warnungen

💡 Wähle eine Bank, die du noch nicht nutzt — das erhöht den Reibungswiderstand und senkt die Wahrscheinlichkeit impulsiver Zugriffe. Zwei Klicks statt einer.
⚠️ Vergiss nicht: Das Tagesgeldkonto ist nur der Hauptteil des Notgroschens. Einen kleineren Anteil als Bargeld zuhause zu haben ist sinnvoll — genau dazu dient Schritt 4.

Deine Checkliste für diesen Schritt

Schritt 03 abgeschlossen ✓
Das Konto steht. Weiter zu Schritt 4: Wie viel Bargeld du zuhause haben solltest.
🧭
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