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Schritt 02 · Notgroschen & Bargeld

Wie viel Notgroschen
du brauchst.

Die verbreitetste Empfehlung lautet: drei Monatsgehälter. Das ist gut gemeint, aber ungenau. Dieser Schritt zeigt dir die richtige Rechnung — warum deine Ausgaben entscheiden, nicht dein Einkommen.

📄Schritt 2 von 5
10–15 Minuten
1 Rechnung
💶Fixkosten prüfen
Was du danach hast
Eine konkrete Zielzahl für deinen Notgroschen — berechnet aus deinen eigenen Fixkosten.
Wichtigster Effekt
Du weißt, wann du fertig bist — und fängst nicht mit einer zu vagen Zahl an.

Drei Monatsgehälter ist gut gemeint — aber die falsche Zahl.

Entscheidend sind nicht deine Einnahmen, sondern deine Fixkosten — alles, was du zahlen musst, egal was passiert. Wer viel verdient, aber auch viel ausgibt, braucht einen größeren Puffer als jemand mit niedrigem, stabilem Bedarf.

Die Formel ist einfach. Die Rechnung dauert fünf Minuten. Das Ergebnis ist deine persönliche Zielzahl.

Die richtige Formel

Entscheidend sind nicht deine Einnahmen, sondern deine Fixkosten — alles, was du zahlen musst, egal was passiert.

Monatliche Fixkosten × 3 = Notgroschen-Ziel
Das ist dein Minimum. Für Selbstständige: × 6.

Fixkosten sind: Miete, Nebenkosten, Lebensmittel (realistisch), Versicherungen, Abos, Kredite — alles, was du zahlen musst, egal was passiert.

Nicht drin: Urlaub, Kleidung, Restaurants, Freizeitausgaben. Die fallen in einer echten Notlage weg.


Beispielrechnung

PositionBetrag / Monat
Miete + Nebenkosten900 €
Lebensmittel300 €
Versicherungen150 €
Mobilität (Tank / ÖPNV)100 €
Abos & Sonstiges80 €
Gesamt Fixkosten1.530 € / Monat
💡 Notgroschen-Ziel in diesem Beispiel: 1.530 × 3 = 4.590 €. Notiere jetzt deine eigenen Fixkosten und multipliziere mit 3. Du brauchst kein Haushaltsbuch — nur diese eine Zahl.

Wann mehr oder weniger sinnvoll ist

Eher 6 Monate
  • Selbstständige und Freelancer — Einnahmen schwanken
  • Alleinverdiener mit Familie
  • Wer keine anderen Rücklagen hat
3 Monate reichen
  • Angestellte mit sicherem Job
  • Zwei Einkommen im Haushalt
  • Gute Absicherung durch Versicherungen

Wenn du gerade bei null bist

💡 Fang mit 1.000 € an — nicht mit deiner Zielzahl. 1.000 € reichen für die häufigsten Alltagsnotfälle (Autoreparatur, Haushaltsgerät) und geben sofort ein anderes Grundgefühl. Den Rest baust du danach schrittweise auf.
💡 Wenn du die genauen Fixkosten nicht kennst: Schätze lieber etwas höher. Ein Notgroschen, der etwas zu groß ist, schadet nicht. Einer, der zu klein ist, reicht im Ernstfall nicht.

Deine Checkliste für diesen Schritt

Schritt 02 abgeschlossen ✓
Du hast deine Zielzahl. Weiter zu Schritt 3: Wo du ihn aufbewahrst.
🧭
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