Wie viel Notgroschen du brauchst
Die verbreitetste Empfehlung lautet: drei Monatsgehälter. Das ist gut gemeint, aber ungenau. Dieser Schritt zeigt dir die richtige Rechnung — und warum deine Ausgaben entscheidend sind, nicht dein Einkommen.
Die richtige Formel
Entscheidend sind nicht deine Einnahmen, sondern deine Fixkosten — also alles, was du zahlen musst, egal was passiert.
Fixkosten sind: Miete, Nebenkosten, Lebensmittel (realistisch), Versicherungen, Abos, Kredite — alles, was du zahlen musst, egal was passiert.
Nicht drin: Urlaub, Kleidung, Restaurants, Freizeitausgaben. Die fallen in einer echten Notlage weg.
Beispielrechnung
| Position | Betrag / Monat |
|---|---|
| Miete + Nebenkosten | 900 € |
| Lebensmittel | 300 € |
| Versicherungen | 150 € |
| Mobilität (Tank / ÖPNV) | 100 € |
| Abos & Sonstiges | 80 € |
| Gesamt Fixkosten | 1.530 € / Monat |
Notgroschen-Ziel in diesem Beispiel: 1.530 × 3 = 4.590 €
Notiere jetzt deine eigenen Fixkosten und multipliziere mit 3. Du brauchst kein Haushaltsbuch — nur diese eine Zahl.
Wann mehr oder weniger sinnvoll ist
Eher 6 Monate
- Selbstständige und Freelancer — Einnahmen schwanken
- Alleinverdiener mit Familie
- Wer keine anderen Rücklagen hat
3 Monate reichen
- Angestellte mit sicherem Job
- Zwei Einkommen im Haushalt
- Gute Absicherung durch Versicherungen
💡 Wenn du gerade bei null bist
✅ Deine Checkliste für diesen Schritt
Orientierung, keine Finanzberatung
Freikompass gibt Orientierung — keine rechtliche oder finanzielle Beratung. Alle Inhalte sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich.