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Schritt 02 · Versorgung

Licht & Energie sichern

Ohne Licht wird jeder Alltag mühsam, und ohne Strom fehlt die Verbindung zur Welt. Ein paar einfache Bausteine — Lampen, Batterien, Powerbanks — machen hier einen riesigen Unterschied.

Warum Licht und Energie so wichtig sind

Bei Stromausfall merkt man schnell, wie viele Alltagsabläufe von Strom abhängen: Licht, Handy, Radio, Kühlschrank, Heizung. Ein paar einfache Reserven machen hier einen riesigen Unterschied — ohne dass du teures Equipment brauchst.

Ziel ist nicht Autarkie, sondern die ersten Tage handlungsfähig zu bleiben.

Licht zuerst

Ohne Licht wird jeder Alltag mühsam — und gefährlich. LED-Taschenlampen und Stirnlampen sind günstig, langlebig und brauchen wenig Batterien. Eine Stirnlampe ist oft praktischer als eine Taschenlampe, weil beide Hände frei bleiben.

  • Pro Haushaltsmitglied mindestens eine eigene Lampe
  • Kerzen nur ergänzend, nie als Hauptlösung (Brandgefahr)
  • Ersatzbatterien griffbereit, nicht irgendwo tief in der Schublade
  • Eine größere Laterne für Gemeinschaftsräume ist oft sinnvoll

Handy-Energie: Powerbanks als Grundlage

Das Handy ist im Blackout oft das wichtigste Werkzeug — für Information, Kommunikation und Organisation. Eine große Powerbank (mindestens 20.000 mAh) lädt ein Smartphone vier- bis fünfmal komplett auf.

💡 Praxistipp: Die Powerbank immer vollgeladen lagern und alle paar Monate nachprüfen. Eine leere Powerbank im Ernstfall nützt niemandem.

Solarladegeräte als nächste Stufe

Wer über mehr als zwei bis drei Tage denken will, kommt irgendwann an den Punkt, wo Powerbanks allein nicht mehr reichen. Faltbare Solarpanels (20–60 Watt) können Powerbanks oder direkt Geräte laden. Sinnvoll bei längerer Ausfallvorsorge, nicht zwingend nötig für den Einstieg.

Wer langfristig autarker werden will, findet im Playbook Balkonkraftwerk installieren eine größere Lösung — eigener Strom, der auch im Alltag spart.

Batterien und Akkus

Ein kleiner Vorrat an AA- und AAA-Batterien deckt die meisten typischen Geräte ab: Taschenlampen, Radios, kleine Ventilatoren. Wiederaufladbare Akkus sind umweltfreundlicher, brauchen aber eine Lademöglichkeit — im Blackout also nur sinnvoll, wenn du Powerbanks oder Solarpanels hast.

  • Mindestens 10–20 Batterien in den gängigsten Größen
  • Haltbarkeit prüfen — moderne Alkaline-Batterien halten mehrere Jahre
  • Bei Akkus: alle paar Monate einmal laden, sonst entladen sie sich

Was du nicht brauchst

  • Ein großes Notstromaggregat für die Wohnung (Lärm, Abgase, Brandgefahr)
  • Industrie-Batterien oder Spezialausrüstung
  • Teure „Survival-Kits“ mit Dingen, die du nie benutzt
⚠️ Brandgefahr beachten: Benzin-Notstromer und offene Flammen haben in Wohnungen nichts verloren. Camping-Gaskocher nur mit guter Belüftung verwenden — nie im geschlossenen Raum.
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