Notfallvorrat
Was wirklich zählt.
Das Erste, was im Blackout fehlt, ist meistens nicht Licht — sondern Trinkwasser. Dieser Schritt zeigt dir, was du wirklich brauchst, wie viel davon und wie du es in deinen Alltag integrierst.
Vorräte sind die einfachste Maßnahme zur Blackout-Vorsorge — und die, die die meisten noch nicht erledigt haben.
Bei einem längeren Stromausfall wird nicht Strom zum ersten echten Problem, sondern Trinkwasser. Wer kein Wasser vorrätig hat, merkt es nach einem Tag. Wer keine haltbaren Lebensmittel hat, nach zweien. Teure Ausrüstung hilft nichts, wenn das Grundlegende fehlt.
Ziel ist kein Bunker. Ziel ist ein Haushalt, der einige Tage ruhig weiterlaufen kann — ohne Hektik, ohne Hamsterkauf, ohne das Gefühl, Extrem-Vorbereitung zu betreiben.
Dieser Schritt zeigt dir, was du brauchst, wie viel davon und wie du es aufbaust — ohne einmaligen Großeinkauf, ohne Spezialprodukte.
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Die wichtigsten Vorräte als praktische PDF-Liste: Wasser, haltbare Lebensmittel, Hausapotheke, Hygiene, Licht und Energie — zum Ausdrucken, Abhaken und Ergänzen.
Einkaufsliste als PDF herunterladenWarum fängt man hier an?
Wer 72 Stunden überbrücken will, aber nicht sicher ist, was er drei Tage lang trinken würde — der fängt genau hier an. Vorräte schaffen sofort Handlungsspielraum und kosten keine Einarbeitung. Du brauchst kein Fachwissen, keine Ausrüstung, keine Vorkenntnisse.
Bei Stromausfällen oder gestörter Versorgung helfen Lichtlösungen und Powerbanks wenig, wenn Trinkwasser und Grundnahrungsmittel fehlen. Die Versorgungsseite ist der einfachste Einstieg ins gesamte Thema — und gleichzeitig der folgenreichste.
Wasser hat Priorität
Faustregel: Plane mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Person und Tag ein — davon etwa 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Für Grundhygiene, Haustiere oder besondere Bedürfnisse solltest du zusätzliche Reserve einplanen. Für 72 Stunden und einen Zwei-Personen-Haushalt sind das mindestens 20–30 Liter.
| Haushalt | Trinkwasser (72h) | Mit Reserve empfohlen |
|---|---|---|
| 1 Person | ca. 6 Liter | 20+ Liter |
| 2 Personen | ca. 12 Liter | 30+ Liter |
| Familie (4) | ca. 24 Liter | 50+ Liter |
| Haustiere | je nach Tier | separat einplanen |
Lebensmittel: Was konkret?
Die einfachste Regel: Vorräte kaufen, die du ohnehin isst. Ein guter Grundstock für 72 Stunden für zwei Personen braucht keine Spezialprodukte — nur Dinge, die im normalen Supermarkt verfügbar sind.
- Nudeln oder Reis — lange haltbar, ohne Kühlung, vielseitig
- Konserven — Gemüse, Bohnen, Tomaten, Thunfisch (kalt essbar)
- H-Milch oder Hafermilch — ungekühlt haltbar bis zum Öffnen
- Knäckebrot oder Zwieback — kein Strom nötig, sehr lange haltbar
- Nüsse, Trockenfrüchte, Müsliriegel — kalorienreich, sofort essbar
- Manuelle Dosenöffner und Besteck — oft vergessen, immer gebraucht
Kochen ohne Strom
Ein Campingkocher mit einer kleinen Gaskartusche kostet 20–30 Euro und löst das Kochen für mehrere Tage. Wer keinen Campingkocher hat: Konserven, Knäckebrot, Nüsse und Riegel lassen sich kalt essen — für 72 Stunden ist das vollkommen ausreichend.
Was du vermeiden solltest
- Produkte kaufen, die du sonst nie isst — sie werden im Ernstfall trotzdem nicht gegessen
- Den Vorrat irgendwo „parken“ und nie wieder anfassen
- Haltbarkeiten ignorieren und dadurch regelmäßig entsorgen
- Nur an Essen denken und Wasser vergessen
- Kühlschrankinhalt ignorieren — nach 4 Stunden Stromausfall beginnt der kritische Bereich
Rotationsprinzip: Vorrat im Alltag halten
Der einfachste Ansatz: Was du verbrauchst, wird nachgekauft — aber immer ein kleines Stück mehr. So wächst der Vorrat natürlich mit, ohne separaten Großeinkauf.
Konkret: Wenn du eine Packung Nudeln aus dem Regal nimmst, kaufst du zwei nach. Bei Konserven oder H-Milch das gleiche Prinzip. So entsteht mit der Zeit ein stabiler Puffer, der immer aktuell bleibt — und nie ausläuft.
Wer den Vorratsaufbau systematisch angehen möchte, findet im Notvorrat-Playbook alle Schritte im Detail — von der Bedarfsplanung über Wasser und Lebensmittel bis zu Lagerort und Rotation.
Medikamente, Hygiene und Haustiere
Wer regelmäßig Medikamente nimmt, plant einen kleinen Puffer ein — je nach Präparat einige Tage bis eine Woche. Bei der Hausapotheke reicht meist ein funktionierender Basissatz: Schmerzmittel, Fieberthermometer, Pflaster, Desinfektionsmittel.
Hygieneartikel werden oft unterschätzt. Toilettenpapier, Seife, Hygieneprodukte für Frauen — was im Alltag selbstverständlich ist, wird im Ernstfall schnell zur Engpassfrage.
Wer Tiere hat: Wasser und Futter für Hunde, Katzen oder andere Haustiere von Anfang an miteinplanen. Im Stress vergisst man es leicht.
Schau heute nach, wie viel Trinkwasser du zuhause hast. Wenn es für weniger als 3 Tage reicht — das ist der erste Schritt. Zwei Liter pro Person und Tag.
Freikompass gibt Orientierung und ersetzt keine rechtliche, medizinische, technische oder behördliche Beratung. Empfehlungen und Rahmenbedingungen können sich ändern — wichtige Punkte bitte selbst prüfen.
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