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Schritt 05 · VPN einrichten

VPN testen & Lecks prüfen

Ein VPN kann aktiv sein und trotzdem Daten preisgeben. In diesem Schritt prüfst du, ob IP-Adresse, DNS-Anfragen und Browser-Verhalten wirklich sauber über das VPN laufen — und was du tust, wenn nicht.

📄Schritt 5 von 6
10 Minuten
Einfach
🏠für Alltag und Reisen

Warum der Test wichtig ist

Eine VPN-Verbindung kann aktiv sein und trotzdem lecken — also unbemerkt Daten außerhalb des verschlüsselten Tunnels übertragen. Die zwei häufigsten Lecks sind DNS-Lecks und WebRTC-Lecks. Beide sind in wenigen Minuten prüfbar und bei guten Anbietern standardmäßig verhindert.

Dieser Schritt zeigt dir wie du in wenigen Minuten prüfst, ob deine Verbindung sauber ist — und was du tust, wenn nicht.


DNS-Leck-Test

DNS-Anfragen — also welche Webseiten du besuchst — können am VPN vorbeigehen und bei deinem Internetanbieter landen, auch wenn die eigentliche Verbindung verschlüsselt ist.

SchrittAufgabe
1VPN verbinden — irgendeinen aktiven Server wählen. Wichtig ist nur, dass die Verbindung steht.
2dnsleaktest.com aufrufen → „Extended Test“ klicken → warten.
3Ergebnis prüfen: Alle DNS-Server sollten vom VPN-Anbieter stammen — nicht von deinem Internetanbieter.
4Wenn DNS-Server deines Internetanbieters oder andere unerwartete Resolver auftauchen: Die App-Einstellungen prüfen und die Verbindung neu aufbauen. Bei Mullvad und Proton ist DNS-Schutz normalerweise bereits sauber integriert.

WebRTC-Leck-Test

WebRTC ist eine Browser-Technologie für Video- und Audiokommunikation. Sie kann deine echte IP-Adresse preisgeben — selbst wenn das VPN aktiv ist. Das betrifft vor allem Chrome und Firefox.

SchrittAufgabe
1VPN verbinden — Verbindung aktiv lassen.
2browserleaks.com/webrtc aufrufen — die Seite zeigt alle IP-Adressen, die dein Browser preisgibt.
3Ergebnis: Nur die VPN-IP sollte sichtbar sein. Wenn deine echte IP auftaucht, gibt es ein WebRTC-Leck.
4Lösung: In Firefox lässt sich WebRTC strenger begrenzen. In Chromium-Browsern ist oft ein anderer Browser oder eine gezielte Erweiterung die pragmatischere Lösung. Für normale Nutzer ist testweise ein anderer Browser der einfachste erste Schritt.

Kill-Switch-Test

Der Kill Switch unterbricht das Internet wenn das VPN abbricht — damit keine ungeschützten Verbindungen entstehen. Wenn du ihn in Schritt 3 aktiviert hast, kannst du ihn hier kurz überprüfen.

NameEinordnung
TestVPN verbinden → in der App den Server wechseln (kurze Unterbrechung entsteht) → prüfen ob der Browser kurz keine Verbindung hat. Wenn ja, funktioniert der Kill Switch korrekt.
AlternativVPN in der App manuell trennen → Browser sofort neu laden. Wenn du nach dem Trennen sofort neue Seiten laden oder aktualisieren kannst, solltest du die Kill-Switch-Einstellung noch einmal prüfen.

Schnellcheck: Was richtig aussieht — und was nicht

💡
So sieht es richtig aus:
  • whatismyip.com zeigt eine IP aus dem VPN-Server-Land
  • DNS-Server gehören dem VPN-Anbieter
  • Kein WebRTC-Leck mit echter IP sichtbar
  • Kill Switch blockiert kurz bei Server-Wechsel
⚠️
Warnsignale:
  • Eigene Heimat-IP sichtbar obwohl VPN verbunden
  • DNS-Server vom Internetanbieter statt VPN
  • WebRTC zeigt echte IP trotz VPN
  • Browser funktioniert normal nach VPN-Trennung

✅ Deine Checkliste für diesen Schritt

DNS-Leck-Test durchgeführt — dnsleaktest.com → Extended Test → nur VPN-DNS-Server sichtbar
WebRTC-Leck geprüft — browserleaks.com/webrtc → keine echte IP sichtbar
Kill Switch getestet — Kurze Unterbrechung beim Server-Wechsel bestätigt
Eigene IP im VPN-Zustand geprüft — whatismyip.com zeigt VPN-Server-IP, nicht Heim-IP

💡 Tipps & Warnungen

💡
Diese Tests einmal im Quartal wiederholen — besonders nach App-Updates oder Betriebssystem-Updates können Einstellungen zurückgesetzt werden.
💡
Für eine vollständige Prüfung in einem Schritt: ipleak.net kombiniert DNS-, WebRTC- und IP-Test auf einer Seite.
⚠️
WebRTC-Lecks betreffen vor allem Desktop-Browser. Auf Mobile ist das weniger verbreitet — aber browserleaks.com funktioniert auch mobil zur Kontrolle.
💡
Ein VPN ersetzt keine sauberen Browser-Einstellungen. Beides zusammen bringt deutlich mehr als jedes Tool allein: Browser datenschutzfreundlich einstellen →
🧭
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