Notgroschen aufbauen
Der Notgroschen ist nicht das Geld für große Träume, sondern für kaputte Geräte, plötzliche Rechnungen, Übergänge und Unsicherheit. Zuerst Puffer, dann alles andere. Wer keinen Notgroschen hat, gerät bei jeder Störung sofort unter Druck.
Warum der Notgroschen vor allem anderen kommt
Viele wollen sofort optimieren – bessere Zinsen, ETF-Sparplan, Versicherungen kündigen. Das ist alles sinnvoll, aber nur wenn ein Grundpuffer vorhanden ist. Ohne Rücklage wird jede unerwartete Ausgabe zum Problem: Autoreparatur, Zahnarzt, defekte Waschmaschine.
Ein Notgroschen von zwei bis drei Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto gilt als solider Richtwert. Er muss jederzeit zugänglich sein – nicht in Aktien, nicht in Festgeld, sondern sofort verfügbar.
Wie groß soll der Notgroschen sein?
Wo der Notgroschen liegt
Tagesgeldkonto – nicht das Girokonto. Der Unterschied ist wichtig:
Tagesgeldkonto
- Sofort verfügbar, kein Kündigungsdatum
- Getrennt vom Alltagskonto – nicht versehentlich ausgegeben
- Kleine Zinsen – besser als nichts, besser als Girokonto
- Einlagensicherung bis 100.000 € gesetzlich garantiert
Nicht geeignet
- Girokonto – zu leicht zugänglich, fließt in den Alltag
- Festgeld – nicht sofort verfügbar
- ETF oder Aktien – Wert schwankt, schlechter Zeitpunkt für Entnahme
- Bargeld zuhause – kein Zins, Diebstahl, Feuer
Wie du den Aufbau startest
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1Ziel festlegen: Wie viel willst du aufbauen? Start mit einem realistischen Betrag – auch 500 € sind ein Anfang.
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2Tagesgeldkonto eröffnen: Falls noch keines vorhanden. Viele Direktbanken bieten das kostenlos an.
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3Dauerauftrag einrichten: Monatlich einen festen Betrag automatisch überweisen – auch wenn es erstmal klein ist.
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4Nicht anfassen: Der Notgroschen ist für echte Notfälle – nicht für Urlaub, Konsum oder Wünsche.
✅ Deine Checkliste für diesen Schritt
💡 Tipps & Warnungen
Orientierung, keine Garantie
Freikompass gibt Orientierung – keine rechtliche, finanzielle oder technische Beratung. Alle Inhalte sind nach bestem Wissen zusammengestellt, aber Regeln, Preise und Rahmenbedingungen ändern sich. Prüfe kritische Punkte immer selbst, ziehe bei Bedarf Fachleute hinzu und triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich. Wer selbst denkt, kommt weiter.