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Schritt 02 von 8

Notgroschen aufbauen

⏱ 20–30 Minuten + Aufbauzeit · ◆ Einfach

Der Notgroschen ist nicht das Geld für große Träume, sondern für kaputte Geräte, plötzliche Rechnungen, Übergänge und Unsicherheit. Zuerst Puffer, dann alles andere. Wer keinen Notgroschen hat, gerät bei jeder Störung sofort unter Druck.

Warum der Notgroschen vor allem anderen kommt

Viele wollen sofort optimieren – bessere Zinsen, ETF-Sparplan, Versicherungen kündigen. Das ist alles sinnvoll, aber nur wenn ein Grundpuffer vorhanden ist. Ohne Rücklage wird jede unerwartete Ausgabe zum Problem: Autoreparatur, Zahnarzt, defekte Waschmaschine.

Ein Notgroschen von zwei bis drei Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto gilt als solider Richtwert. Er muss jederzeit zugänglich sein – nicht in Aktien, nicht in Festgeld, sondern sofort verfügbar.

Wie groß soll der Notgroschen sein?

Minimum: 1 Monatsgehalt
Deckt kleinere Störungen ab – Reparaturen, Nachzahlungen, kurze Engpässe. Reicht für den Anfang wenn noch nichts da ist.
Solide: 2–3 Monatsgehälter
Der empfohlene Richtwert. Deckt auch größere Ereignisse ab – Jobverlust, längere Krankheit, unerwartete Großausgaben.
Mehr ist kein Fehler
Wer Selbstständig ist, ein Haus hat oder hohe Fixkosten: mehr Puffer ist sinnvoll. Aber erstmal überhaupt einen Puffer aufbauen.

Wo der Notgroschen liegt

Tagesgeldkonto – nicht das Girokonto. Der Unterschied ist wichtig:

Tagesgeldkonto

  • Sofort verfügbar, kein Kündigungsdatum
  • Getrennt vom Alltagskonto – nicht versehentlich ausgegeben
  • Kleine Zinsen – besser als nichts, besser als Girokonto
  • Einlagensicherung bis 100.000 € gesetzlich garantiert

Nicht geeignet

  • Girokonto – zu leicht zugänglich, fließt in den Alltag
  • Festgeld – nicht sofort verfügbar
  • ETF oder Aktien – Wert schwankt, schlechter Zeitpunkt für Entnahme
  • Bargeld zuhause – kein Zins, Diebstahl, Feuer

Wie du den Aufbau startest

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    Ziel festlegen: Wie viel willst du aufbauen? Start mit einem realistischen Betrag – auch 500 € sind ein Anfang.
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    Tagesgeldkonto eröffnen: Falls noch keines vorhanden. Viele Direktbanken bieten das kostenlos an.
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    Dauerauftrag einrichten: Monatlich einen festen Betrag automatisch überweisen – auch wenn es erstmal klein ist.
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    Nicht anfassen: Der Notgroschen ist für echte Notfälle – nicht für Urlaub, Konsum oder Wünsche.

✅ Deine Checkliste für diesen Schritt

Schritt 02 abgeschlossen 🎉
Puffer ist geplant — weiter zu Schritt 3: Dispo entschärfen.

💡 Tipps & Warnungen

💡 Klein anfangen ist besser als gar nicht anfangen. Auch 50 € im Monat ergeben in einem Jahr 600 € – ein solider Startpuffer.
💡 Dauerauftrag am Monatsanfang einrichten – direkt nach Gehaltseingang. Was weg ist, wird nicht vermisst.
⚠️ Den Notgroschen nicht mit dem Urlaubsgeld oder dem Weihnachtsgeld vermengen. Getrennte Töpfe verhindern, dass beides verschwindet.
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Orientierung, keine Garantie

Freikompass gibt Orientierung – keine rechtliche, finanzielle oder technische Beratung. Alle Inhalte sind nach bestem Wissen zusammengestellt, aber Regeln, Preise und Rahmenbedingungen ändern sich. Prüfe kritische Punkte immer selbst, ziehe bei Bedarf Fachleute hinzu und triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich. Wer selbst denkt, kommt weiter.