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Schritt 01 von 8

Überblick über deine Finanzen schaffen

⏱ 30–60 Minuten · ◆ Einfach

Wenn du Überblick über deine Finanzen schaffen willst, brauchst du zuerst ein vollständiges Bild. Sammle alle Konten, Einnahmen, festen Ausgaben, variablen Ausgaben, Schulden, Rücklagen und laufenden Verträge an einer Stelle. Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Sichtbarkeit. Solange du dein Geld nur „gefühlt“ kennst, steuerst du es nicht wirklich.

Warum Überblick vor allem anderen kommt

Die meisten Finanzprobleme entstehen nicht durch zu wenig Geld, sondern durch zu wenig Klarheit. Wer nicht weiß, was monatlich rausgeht, kann nicht sinnvoll planen. Wer seine Rücklagen nicht kennt, weiß nicht, wie sicher er wirklich steht.

Dieser Schritt ist kein Sparplan und kein Budget-System. Es geht nur um eines: alle relevanten Zahlen einmal vollständig sehen. Danach wird alles andere einfacher.

Was du in diesem Schritt sammelst

Alle Konten
Girokonto, Tagesgeld, Sparkonten, Depots – alles auflisten. Auch Konten die du selten nutzt oder fast vergessen hast.
Einnahmen
Nettolohn, Kindergeld, Mieteinnahmen, Nebeneinkünfte – alles was monatlich reinkommt, realistisch und vollständig.
Fixkosten
Miete, Versicherungen, Abos, Kredite, GEZ, Strom, Internet – alles was jeden Monat automatisch abgeht.
Variable Ausgaben
Lebensmittel, Tanken, Freizeit, Kleidung – grobe Schätzung reicht für den Anfang.
Schulden und Rücklagen
Dispo-Stand, Ratenkredite, aber auch: Wie viel liegt wirklich als Rücklage bereit?

Wie du den Überblick erstellst

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    Kontoauszüge der letzten 3 Monate öffnen – alle Konten, nicht nur das Hauptkonto.
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    Fixkosten herausschreiben – alle regelmäßigen Abbuchungen markieren und summieren.
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    Einnahmen notieren – Nettolohn und alle weiteren regelmäßigen Eingänge.
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    Variable Ausgaben schätzen – kein perfektes Tracking nötig, eine ehrliche Schätzung reicht.
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    Differenz berechnen – Einnahmen minus Fixkosten minus variable Ausgaben. Was bleibt übrig?

Womit du arbeitest

Kein Tool ist perfekt – das Wichtigste ist, dass du anfängst.

Einfache Optionen

  • Zettel und Stift – schnell, kein Aufwand, für den ersten Überblick völlig ausreichend
  • Excel oder Google Sheets – flexibel, gut für Kategorien und Summen
  • Notizbuch-App auf dem Smartphone – immer dabei, leicht aktualisierbar

Was nicht hilft

  • Auf das perfekte Tool warten – der Überblick zählt, nicht die App
  • Nur das Gehaltskonto anschauen und den Rest ignorieren
  • Zu detailliert anfangen – erstmal nur die großen Blöcke

✅ Deine Checkliste für diesen Schritt

Schritt 01 abgeschlossen 🎉
Der Überblick steht — weiter zu Schritt 2: Notgroschen aufbauen.

💡 Tipps & Warnungen

💡 Sei ehrlich mit dir. Ein geschönter Überblick hilft niemandem. Gerade bei den variablen Ausgaben neigen viele dazu, zu niedrig zu schätzen.
💡 Kontoauszüge der letzten 3 Monate geben ein realistischeres Bild als der letzte Monat allein – Einmalausgaben verzerren sonst das Bild.
⚠️ Vergiss keine Jahresausgaben: KFZ-Steuer, Versicherungen, Urlaub. Teile sie durch 12 und rechne sie als monatlichen Posten ein.
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Orientierung, keine Garantie

Freikompass gibt Orientierung – keine rechtliche, finanzielle oder technische Beratung. Alle Inhalte sind nach bestem Wissen zusammengestellt, aber Regeln, Preise und Rahmenbedingungen ändern sich. Prüfe kritische Punkte immer selbst, ziehe bei Bedarf Fachleute hinzu und triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich. Wer selbst denkt, kommt weiter.